Vivevo energy auf Wasserstoffwirtschaft.sh

3. Apr 2023 | Uncategorized

E-Methanolproduktion als Schlüssel zu einer klimafreundlichen Energiewirtschaft

H2-Akteure in Schleswig-Holstein: vivevo energy GmbH

Grünes Methanol, das im ChemCoastPark in Brunsbüttel produziert wird und zu einer klimafreundlichen und emissionsfreien Energiewirtschaft führt: Das ist die Vision des noch jungen, im Dezember 2020 gegründeten Start-ups vivevo energy GmbH mit Sitz in Büttel bei Brunsbüttel.

Geplant ist die Errichtung einer modularen Produktionsanlage zur Herstellung von Methanol, das als ein mit vorhandenen Infrastrukturen kompatibles Trägermolekül für Wasserstoff dient. Der Wasserstoff soll mittels Elektrolyse mit grünem Strom gewonnen werden, das benötigte CO₂ wird von industriellen Punktquellen zugeführt. Anwender sind sowohl der Transportbereich als auch die chemische Industrie. Entsprechende Vorverträge für die Abnahme des Methanols liegen vor. Das Grundstück für den Aufbau der größten Chemieanlage in Schleswig-Holstein zur Gewinnung von grünem Methanol ist in der Nachbargemeinde Büttel bereits gekauft. Dieses zukunftsweisende Vorhaben soll deutlich mehr als 100 Millionen Euro kosten und eine zweistellige Anzahl neuer Arbeitsplätze hervorbringen.

Größte Chemieanlage in Schleswig-Holstein zur Gewinnung von grünem Methanol

„Unser Projekt in Büttel ist eines der bedeutendsten Investitionsvorhaben im Bereich der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Es stärkt Schleswig-Holstein in der Wahrnehmung sowie als idealen Standort für die Ansiedlung innovativer Technologien“, sagt Dr. Gerold Neumann, Chief Executive Officer (CEO) der vivevo energy GmbH. Der geschäftsführende Gesellschafter ist durch seine langjährige Tätigkeit für das Fraunhofer ISIT mit Themen im Umfeld der erneuerbaren Energien seit Langem vertraut und in Schleswig-Holstein sehr gut vernetzt.

Gemeinsam mit Dr. Burkhard Holl, Chief Operating Officer (COO), und Dipl.-Volkswirt Thomas Stratmann, Chief Financial Officer (CFO), die ebenfalls zum Managementteam der vivevo energy gehören, bereitet er die Errichtung und den Betrieb der Anlage vor, in der grüner Wasserstoff und aufbereitetes CO2 zu Methanol verarbeitet werden. Der Wasserstoff entsteht aus der Elektrolyse, die mit Strom aus regenerativen Quellen betrieben wird. Das Kohlendioxid stammt aus industriellen Punktquellen, z. B. aus Rauchgas von Müllverbrennungsanlagen, Zementfabriken oder aus Biogasanlagen.

Signifikanter Beitrag zur Dekarbonisierung und Defossilisierung

„Unsere Methanolsyntheseanlage ermöglicht den Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft. Zudem verhält sich Methanol ähnlich wie Benzin oder Diesel, weshalb keine Investitionen in neue Infrastrukturen erforderlich sind. Dadurch kann der Einsatz fossiler Brennstoffe zeitnah drastisch reduziert werden. Das betrifft sowohl den Transportsektor als auch die chemische Grundstoffindustrie“, betont Dr. Gerold Neumann.

Der synthetische Kraftstoff ist als Power-to-Liquid-Technologie ein fester Bestandteil der Wasserstoffwirtschaft im Rahmen der Energiewende. Der Einstieg in die zwingend erforderliche Kreislaufwirtschaft, deren Prozesse kein zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre freisetzen, wird ermöglicht, indem Kohlendioxid insbesondere von Müllverbrennungsanlagen entnommen wird. „Wegen der guten Kompatibilität mit bestehenden Infrastrukturen ist synthetisches Methanol als Trägersubstanz für Wasserstoff gut geeignet für eine schnelle Reduktion von fossilen Energieträgern in Transport und Chemie. Bestehende Tankstellen können schnell und kostengünstig auf Methanol umgestellt werden“, so Dr. Gerold Neumann. Die Produktionsaufnahme der Pilotanlage in Büttel ist für 2026 geplant. Das modulare Anlagenkonzept soll anschließend auf weitere Ansiedlungsstandorte mit geeigneten Infrastrukturvoraussetzungen in Deutschland und in anderen Staaten Europas ausgerollt werden.

https://youtu.be/HzJSOIZOXfg

Die Zulieferung der Vorprodukte Strom, CO₂ und Wasser in Büttel ist über Vorverträge abgesichert. Erste Gutachten sind in Vorbereitung auf das Genehmigungsverfahren fertiggestellt. Der Abschluss der Finanzierungsverhandlungen mit Investoren über das Investitionsvolumen von circa 180 Millionen Euro läuft derzeit. Der CEO der vivevo energy ist sich sicher: „Wenn nicht schnell Maßnahmen ergriffen werden, um für den Standort Deutschland die Rahmenbedingungen in den Aufbau einer Wasserstofftechnologie attraktiv zu machen, wird die Technologie außerhalb unseres Landes und weitgehend auch außerhalb Europas ausgebaut. Dann wären wir wie bei anderen Technologien fast ausschließlich vom Import abhängig.“ Hinsichtlich technischer Gesichtspunkte ist Dr. Gerold Neumann deutlich zuversichtlicher: „Wir stehen am Anfang eines neuen Industriezeitalters. Wir werden verbesserte Standzeiten von Elektrolyseuren sehen, ebenso wie eine Steigerung der Wirkungsgrade. Man wird die Möglichkeiten der Energieeinsparung durch Sektorkopplung bei der Errichtung einer neuen industriellen Infrastruktur von Anfang an berücksichtigen können.“

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